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Frauen in der Führung: Zahlen, Perspektiven und Erfahrungen

Frauen arbeiten in nahezu allen Branchen, gründen Unternehmen, entwickeln Innovationen und tragen Verantwortung.

Doch in den Führungsetagen sieht die Realität noch anders aus.

In Deutschland ist nur etwa jede dritte Führungskraft eine Frau. Besonders in den obersten Entscheidungsebenen großer Unternehmen bleibt der Anteil niedrig.

Zum Internationalen Frauentag wollten wir deshalb genauer hinschauen:

Wie erleben Frauen Führung im Alltag?
Und hat Führung überhaupt ein Geschlecht?

Wir haben mit unserer CEO Britta Loick und Kolleginnen im Team gesprochen.

Inhalt

1. Hat Führung eigentlich ein Geschlecht?
2. Was moderne Führung heute wirklich braucht
3. Wie Mitarbeitende Führung erleben
4. Verantwortung beginnt nicht mit einem Titel
5. Moderne Führung: Verantwortung statt Rollenbilder

 

1. Hat Führung eigentlich ein Geschlecht?

Um Antworten zu finden, haben wir mit unserer CEO Britta Loick und Kolleginnen im Team gesprochen. Ihre Perspektiven zeigen, wie Führung heute erlebt wird und warum Vielfalt in Verantwortung für Unternehmen immer wichtiger wird.

Für sie ist die Antwort erstaunlich klar.

„Führung hat kein Geschlecht. Strategie, Entscheidungsstärke und Verantwortungsbewusstsein sind keine Frage von Mann oder Frau.“

Trotzdem hat sie in ihrer Karriere erlebt, dass Führung oft unterschiedlich bewertet wird.

„Wenn ein Mann klar entscheidet, gilt er als führungsstark. Wenn ich klar entscheide, bin ich hart oder emotional.“

Solche Zuschreibungen zeigen: Nicht die Führung selbst ist geschlechtlich geprägt.
Oft ist es unsere Wahrnehmung davon.

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2. Was moderne Führung heute wirklich braucht

Die Zeiten, in denen Führung nur aus Ansagen und Hierarchien bestand, sind vorbei.

Moderne Führung verbindet zwei Dinge:

Klarheit und Verantwortung.
Empathie und Zusammenarbeit.

Für Britta gehören diese Aspekte untrennbar zusammen.

„Empathie ist kein Soft Skill. Sie ist Voraussetzung, um Leistung im Team möglich zu machen.“

Gute Führung bedeutet heute also nicht mehr, möglichst laut zu sein.

Sondern Orientierung zu geben, Entscheidungen zu treffen und Menschen mitzunehmen.

3. Wie Mitarbeitende Führung erleben

Auch im Team bei Playmais haben wir gefragt: Macht das Geschlecht der Führungskraft einen Unterschied?

Die Antworten zeigen ein spannendes und sehr differenziertes Bild.

Eine Kollegin beschreibt, dass sie bisher überwiegend männliche Führungskräfte erlebt hat. Heute arbeitet sie erstmals unter einer weiblichen Chefin und empfindet das als sehr positiv.

„Es ist sehr erfrischend und angenehm, jetzt eine Chefin zu haben. Gerade auf der zwischenmenschlichen Ebene habe ich das Gefühl, besser verstanden, wertgeschätzt und als Person wahrgenommen zu werden.“

Für sie entsteht dieses Gefühl auch deshalb, weil sich Erfahrungen im Berufsalltag teilweise stärker überschneiden.

„Es gibt mehr Überschneidungspunkte im Erleben und der Sozialisierung als Frau in der Berufswelt.“ 

Besonders wichtig ist für sie eine offene Kommunikation und eine Feedbackkultur auf Augenhöhe. Dadurch entsteht Vertrauen, das sich direkt auf die Zusammenarbeit auswirkt.

Eine andere Kollegin betont ebenfalls, dass sie weibliche Führungskräfte häufig als besonders dialogorientiert erlebt.

„Weibliche Führungskräfte bringen oft eine hohe soziale Kompetenz mit und fördern den Austausch im Team.“

Doch nicht alle Erfahrungen lassen sich eindeutig auf das Geschlecht zurückführen.

Eine weitere Kollegin beschreibt, dass sie sowohl sehr positive als auch enttäuschende Erfahrungen mit weiblichen und männlichen Führungskräften gemacht hat.

„Ich hatte meine Mentorin und beste Chefin weiblich, aber auch enttäuschende Erfahrungen mit weiblichen Managerinnen. Für mich hängt das weniger am Geschlecht als an der Art, wie Führung verstanden und gelebt wird.“ 

Aus ihrer Sicht kommt es vor allem darauf an, wie Führung gestaltet wird.

Empathie und die Bereitschaft, bestehende Führungsmodelle zu hinterfragen, können wichtige Qualitäten sein.

„Wenn Führungskräfte empathisch sind und die Art, wie geführt wird, hinterfragen, profitieren alle im Team davon.“ 

Gleichzeitig sieht sie auch eine Herausforderung, die viele Frauen in Führungspositionen betrifft.

Frauen stehen häufig unter einem stärkeren Druck, sich zu beweisen. Das kann die Rolle als Führungskraft zusätzlich erschweren. 

Diese unterschiedlichen Perspektiven zeigen: Führung wird im Alltag sehr verschieden erlebt.

Doch unabhängig vom Geschlecht tauchen immer wieder ähnliche Faktoren auf:

  • Vertrauen

  • klare Kommunikation

  • Wertschätzung

  • Verantwortung

Oder anders gesagt: Gute Führung entsteht nicht durch Rollenbilder, sondern durch Haltung.

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4. Verantwortung beginnt nicht mit einem Titel

Was rät Britta Loick jungen Frauen, die überlegen, eine Führungsrolle zu übernehmen?

Ihre Antwort ist überraschend pragmatisch:

„Warte nicht, bis du dich bereit fühlst. Dieses Gefühl kommt nicht.“

Führung beginnt nicht mit einem Titel.
Sie beginnt mit der Entscheidung, Verantwortung zu übernehmen.

5. Moderne Führung: Verantwortung statt Rollenbilder

Wenn wir über die Zukunft von Führung sprechen, geht es längst nicht mehr nur um Positionen.

Es geht um Perspektiven.

Unternehmen, die unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen in Entscheidungen einbeziehen, sind innovativer, resilienter und erfolgreicher.

Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis zum Internationalen Frauentag:

Die Frage ist nicht mehr, ob Frauen führen können.

Sondern wie wir Führung so gestalten, dass mehr Menschen die Chance bekommen, Verantwortung zu übernehmen.

Denn Vielfalt in Führung ist kein Symbol.

Sie ist eine Stärke.